Franz Neuhofer

Komponist, Musikpädagoge, Chorleiter und Domorganist.

* 1870    † 1949

 

Frühes Interesse für Musik

Franz Neuhofer lernte in seiner Jugend Violine, Violoncello und Klavier von seinem Vater, dem Kirchenmusiker und Musiklehrer Josef Neuhofer (1828–1906). Er besuchte 1885 bis 1889 die Lehrerbildungsanstalt in Linz und begegnete in dieser Zeit Anton Bruckner. Nach seiner Schulzeit in Freistadt wurde er 1889 Volksschullehrer und 1895 Musikprofessor am örtlichen Gymnasium. Zwischen 1889 und 1903 war er Chorleiter des Männergesangsvereins Freistadt und gründete auch ein eigenes Schülerorchester.

Bekannter Komponist in der Nachfolge Bruckners

1903 übersiedelte er nach Linz, wo er Gymnasialprofessor wurde und zwischen 1905 und 1930 als Domorganist wirkte. Weiters war Neuhofer zwischen 1912 und 1933 Lehrer an der Lehrerbildungsanstalt Linz. Zur 60-Jahr-Feier des Gymnasiums Freistadt (1927) komponierte er die Missa Academica, die unter seiner Leitung in der Liebfrauenkirche uraufgeführt wurde.

In Linz bildete sich 1919 eine Neuhofer-Gemeinde, die bis gegen Ende des Zweiten Weltkriegs durch Aufführungen und Drucklegungen die Verbreitung von Neuhofers Werken förderte.

Als Komponist stand Neuhofer in der Nachfolge Anton Bruckners und blieb als solcher dem Stil der Hochromantik verpflichtet. Er schrieb vor allem Kirchenmusik und Messen. Nebenbei vertonte er auch Texte zeitgenössischer Schriftsteller, insbesondere des Freistädters Edward Samhaber, und beschäftigte sich mit der Musikgeschichte Oberösterreichs.

Strassenbenennung und Ehrengrab

Am Linzer Spallerhof gibt es eine nach dem Komponisten benannte Neuhofer-Strasse.

Franz Neuhofer wurde in einem Ehrengrab der Stadt Linz am St. Barbara Friedhof bestattet. Dafür übernahm die Stadt Linz die Kosten für das Familiengrab in dem bereits seine Frau begraben lag.

Link und Quellen


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